Warum die Verbindung an erster Stelle steht
In der ersten Stunde nach der Ankunft in Japan oder anderswo in Asien müssen Sie vielleicht einen Einreise-QR-Code vorzeigen, die Bahnverbindung zu Ihrem Hotel suchen, Ihrem Gastgeber wegen eines späten Check-ins schreiben oder über eine App ein Taxi rufen. Jede dieser Aufgaben braucht Daten. WLAN am Flughafen ist meist verfügbar, endet aber an den Terminaltüren. Netzwerke an Bahnhöfen oder in Cafés verlangen oft eine Registrierung, die sich ohne funktionierende Verbindung kaum abschließen lässt.
Deshalb empfehlen wir, Ihren Datentarif als Teil der Reisevorbereitung zu betrachten und nicht als etwas, das man bei der Ankunft klärt. Das Ziel ist einfach: aus dem Flugzeug steigen, eine Leitung aktivieren und sehen, wie Ihre Karte lädt.
Schritt eins: Ihr Telefon prüfen
Bevor Sie Tarife vergleichen, prüfen Sie zwei Dinge. Erstens muss Ihr Telefon netzunabhängig (SIM-Lock-frei) sein, das heißt, es muss eine Verbindung von einem anderen Anbieter als dem akzeptieren können, bei dem Sie es gekauft haben. Wenn Sie Ihr Telefon in Monatsraten zahlen, fragen Sie Ihren Mobilfunkanbieter direkt nach, denn gesperrte Geräte sind in manchen Märkten verbreitet. Zweitens muss Ihr Telefon, wenn Sie eine eSIM möchten, eSIM unterstützen. Auf einem iPhone finden Sie dies unter Einstellungen, dann Allgemein, dann Info, mit einem Abschnitt „Digitale SIM“ oder einer EID-Nummer. Bei vielen Android-Telefonen zeigt die Eingabe von *#06# die EID an, wenn eSIM unterstützt wird. Alternativ finden Sie sie in den Einstellungen unter SIM oder Verbindungen.
Aktualisieren Sie die Software Ihres Telefons, solange Sie zu Hause sind. Updates sind große Downloads und können verändern, wie Einstellungsmenüs aussehen. Tun Sie dies, bevor Sie sich auf Anleitungen verlassen.
Schritt zwei: Verbindungsart wählen
Reise-eSIM. Ein digitaler Datentarif, den Sie online bei Anbietern wie Airalo, Ubigi oder Holafly kaufen. Sie installieren ihn über einen QR-Code oder eine Schaltfläche in der App, und er läuft neben Ihrer normalen SIM. Die meisten sind reine Datentarife, was für die meisten Besucher passt. Regionale Tarife können mehrere Länder auf einer Reiseroute abdecken.
Roaming-Pass Ihres Heimatanbieters. Die einfachste Option, wenn Ihr Anbieter faire Tagespreise bietet, denn es muss nichts Neues installiert werden und Ihre gewohnte Nummer bleibt erreichbar. Prüfen Sie die Tageskosten und etwaige Geschwindigkeitsbegrenzungen genau.
Lokale physische SIM-Karte. Erhältlich an Flughafenschaltern und in Convenience-Stores in Japan, Südkorea, Taiwan, Hongkong, Singapur und Thailand. Nützlich für ältere Telefone, die nur eine physische SIM unterstützen. Dafür müssen Sie Ihre Heimat-SIM herausnehmen und sicher aufbewahren.
Pocket-WLAN-Router. In Japan sehr beliebt, wo Vermietungen einen kleinen Router an Flughäfen wie Narita, Haneda und Kansai bereitstellen oder ins Hotel liefern. Ein Router kann die Telefone einer Familie versorgen, ist aber ein weiteres Gerät, das geladen und mitgeführt werden muss.
Zu Hause installieren, bei Ankunft aktivieren. Diese eine Gewohnheit verhindert die meisten Verbindungsprobleme.
Schritt drei: Tarif an das Reiseziel anpassen
Japan bietet in Städten und entlang der großen Bahnstrecken eine starke 4G- und 5G-Abdeckung. In einigen Bergregionen ist das Signal schwächer. Reise-eSIMs enthalten selten eine japanische Telefonnummer, was für die meisten Besucher kein Problem ist. Südkorea hat eine ausgezeichnete Abdeckung. Einige lokale Dienste und Apps verlangen für die Anmeldung eine koreanische Nummer, prüfen Sie dies also, bevor Sie sich darauf verlassen. Das chinesische Festland schränkt den Zugang zu vielen ausländischen Diensten ein, darunter Google, WhatsApp und Instagram. Roaming-Verbindungen und viele Reise-eSIMs leiten Ihren Datenverkehr über Netze außerhalb Chinas, wodurch diese Dienste oft erreichbar bleiben. Die Bedingungen können sich jedoch ändern, prüfen Sie daher aktuelle Informationen und die Hinweise des Anbieters. Hongkong, Taiwan, Singapur und Thailand sind unkompliziert, Touristentarife sind weit verbreitet.
Schritt vier: ruhig installieren und aktivieren
Installieren Sie die eSIM ein paar Tage vor dem Flug über Ihr WLAN zu Hause. Viele Installations-QR-Codes funktionieren nur einmal, löschen Sie die eSIM daher danach nicht. Benennen Sie die Leitung eindeutig um, etwa in „Asien-Daten“, und behalten Sie Ihre Heimatnummer für Anrufe und SMS-Codes. Schalten Sie vor dem Abflug das Datenroaming auf Ihrer Heimatnummer aus, um Gebühren zu vermeiden. Stellen Sie nach der Landung die Reiseleitung als mobile Datenleitung ein und aktivieren Sie das Datenroaming für diese Leitung. Das ist bei Reise-eSIMs normal und wird vom Heimatanbieter nicht berechnet.
Hinweis: „Unbegrenzte“ Tarife und Fair-Use-Grenzen
Viele unbegrenzte Tarife drosseln die Geschwindigkeit nach einem täglichen Kontingent. Das reicht für Karten und Nachrichten, aber nicht für Videoanrufe. Lesen Sie die Fair-Use-Bedingungen.
Hinweis: Hotspot-Freigabe
Manche Reise-eSIMs blockieren oder begrenzen die Freigabe Ihrer Verbindung für einen Laptop oder das Telefon einer Begleitperson. Wenn Sie teilen möchten, prüfen Sie dies vor dem Kauf.
Vorsicht: manuelle Netzwerkeinstellungen
Manchmal muss ein Tarif einen APN von Hand eingegeben bekommen. Speichern Sie die Einrichtungsanleitung des Anbieters als Screenshot, damit Sie sie ohne Datenverbindung lesen können.
Tipp der Redaktion: Bewahren Sie einen Screenshot der Support-Kontaktdaten Ihres eSIM-Anbieters und Ihrer Bestellnummer auf. Falls sich die Leitung nicht verbinden lässt, können Sie das WLAN am Flughafen für Hilfe nutzen.
